Ätzradierungen

     Ätzradierungen sind einerseits die aufwendigsten, andererseits für mich auch die interessantesten Drucke in meinem Repertoire. Wie bei den 'normalen' Kaltnadelradierungen sind auch diese Radierungen Tiefdrucke.

     Die Motive werden hier aber in die Zinkplatte geätzt - daher der Name. Da das ganze etwas schwer nur in Worten zu erklären ist zeige ich euch hier einfach, wie ich eine Ätzradierung herstelle! 

1. Schritt - Skizze

Alles startet natürlich mit einer Skizze....

3. Schritt - Übertragen der Skizze

     Mit Hilfe von Pauspapier, das ich über die Wachsschicht auf der Platte lege, kann ich direkt auf die Platte 'Zeichnen'. Die Striche werden dadurch wesentlich feiner und weicher als das mit der Radiernadel möglich ist. 

2. Schritt - Vorbereiten der PLatte

...Dann wird die Zinkplatte vorbereitet: Hintendrauf kommt ein Schutz gegen die Säure, Vornedrauf verteile ich Vernis MOu, ein Wachs in das ich dann indirekt zeichnen kann. 

4. Schritt - Ätzen

     Dann wird auch schon die Säure angerührt. Ich ätze mit Eisen-III-Chlorid, damit kann ich durch die Dauer im Säurebad genau festlegen, wie tief die Spuren auf der Platte werden.          Während des Prozesses entferne ich alle paar Minuten die sich bildenden Luftbläschen mit einer Vogelfeder. 


5. Schritt - Fertig zum Druck


     Nach dem Ätzbad spüle ich die Platte noch ab und reinige sie mit Waschbenzin vom Vernis Mou. Und dann kann ich mein Werk begutachten - hier sieht man gut, wie vollkommen unterschiedlich das Ergebnis bei der Ätzradierung im Vergleich zur Kaltnadelradierung ist!